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Nach einem entspannten Nachmittag in der Sonne, stand ich in der Küche und machte mir etwas zum Abendessen. Um 18:04 Uhr informierte mich mein Smartphone, dass ich eine neue Nachricht bekommen habe.

“Lieber Valeriu, du hast mich mit unserer letzten Begegnung in einen ziemlichen Prozess gebracht. Selbstliebe.!? Tja, wie funktioniert das? Hat das mit Selbstvertrauen zu tun? Mit Selbstsicherheit? Ich empfinde mich eigentlich gut ausgerüstet mit Selbstvertrauen und Selbstsicherheit. Aber bedeutete das auch automatisch, dass ich mich selbst Liebe? Gebe ich mir übers Selbstvertrauen auch Selbstliebe?

Ich stelle fest, dass ich die Tendenz habe oft sehr im Aussen zu sein. Dass ich damit beschäftigt bin, mir bewusst oder unbewusst zu überlegen, was muss ich tun, wie soll ich mich verhalten, mich geben, was geben, um dann wiederum zu bekommen und um mich dadurch geliebt zu fühlen? Puuu nicht so leicht auszuhalten… denn ich erkenne meine Bedürftigkeit. Bist du da schon durch?

Und noch ein Gedanke: Wenn man sich oft sexuell selbstbefriedigt heisst das dann, dass man sich selbst liebt? Dass man Selbstliebe macht?“

Meine Antwort:

Hallo liebe Sophie und danke für deine Frage. Dürfte ich deine Frage ausführlich auf meiner Webseite beantworten? Das Thema ist sehr wichtig und viele könnten davon profitieren.

„Ja klar mach das, finde ich gut.“, sagte sie.

Selbstvertrauen bedeutet für mich, dass man Vertrauen in die eigenen Stärken und Fähigkeiten hat. Ich glaube allerdings nicht, dass man sich selbst automatisch liebt, wenn man ein gutes Selbstvertrauen hat. Ich kenne viele Menschen, die ein gutes Selbstvertrauen haben, sich aber selbst nicht lieben.

Selbstliebe ist die Liebe zu sich selbst

Sich selbst zu lieben bedeutet für mich:

  • sich selbst zu mögen und wertzuschätzen,
  • seinen Körper und seine Seele zu pflegen,
  • schöne und saubere Kleider zu tragen,
  • sich gesund zu ernähren,
  • sich zu bewegen (Sport zu machen)
  • sich bewusst zu entspannen,
  • nett über sich selbst zu denken,
  • nett mit und über sich selbst zu sprechen,
  • sich um die eigenen Bedürfnisse zu kümmern,
  • sich öfters mal etwas Gutes zu gönnen,
  • sich ein schönes Zuhause einzurichten,
  • einen Beruf zu lernen, den man wirklich gerne macht,
  • sich öfters die Frage zu stellen: „Was würde die Liebe machen?“

Nimm dir Zeit für dich und stelle dir diese Fragen:

  1. Wie geht es mir jetzt?
  2. Was brauche ich, um glücklich zu sein?
  3. Was muss ich machen, um mich geliebt zu fühlen?
  4. Was würde ein Mensch, der sich selbst liebt, in meiner Situation machen?
  5. Was würde die Liebe machen, wenn sie ein Problem oder einen Wunsch hätte?
  6. Würde sie sich sofort darum kümmern, oder “Nein, das mache ich später!”, sagen?

Selbstliebe hat nichts mit Narzissmus oder Egoismus zu tun

Ich bin nicht der Typ, der sich für wichtiger und wertvoller als andere einschätzt. Und ich singe auch nicht jeden Tag vor dem Spiegel, wie sehr ich mich liebe, oder wie toll ich bin, aber ich achte grundsätzlich darauf, nett und freundlich zu mir selbst zu sein.

Ich nehme mir Zeit für mich und schenke mir immer wieder etwas Schönes. Ich erlaube mir Fehler zu machen und kritisiere mich nicht mehr so heftig wie früher. Ich lache öfters über mich, ich nehme mich nicht so ernst, ich kenne meine Stärken und finde mich grundsätzlich Nice!

Aber es war nicht immer so. Ich wuchs in einer Familie auf, in der ich sehr oft geschlagen wurde. Ich wurde streng erzogen “konditioniert” und lernte, dass ich nur dann geliebt werde, wenn ich das mache, was andere von mir erwarten. Ich zog mich zurück und versteckte mich und meine Emotionen.

Ich war auch ständig damit beschäftigt, mir zu überlegen, “was denken die anderen”, “was muss ich sagen”, “was muss ich machen”, “was muss ich geben”, um gehört, gesehen und geliebt zu werden.” Ich war sehr schüchtern und hatte viele Ängste, überhaupt kein Selbstvertrauen und wusste nicht, was Liebe, Geborgenheit und Anerkennung bedeuten.

Eines Tages hatte ich das Glück, das Buch “Die Prophezeiungen von Celestin” zu lesen. Dieses Buch öffnete mir die Augen und machte mich extrem neugierig. Vor allem auf mich selbst. Ich kannte mich überhaupt nicht und wusste nicht einmal wer ich bin und was ich will. Ich begann immer mehr Bücher zu lesen, Seminare zu besuchen und musste lange an mir arbeiten, um der zu werden, der ich heute bin.

Die Bücher und Meditationen von Louise Hay haben mir sehr viel geholfen. Von ihr lernte ich, dass ich ein inneres Kind habe. Wie bitte? Was ist denn das und was soll ich damit anfangen?

Meine Neugierde wurde immer grösser und ich wollte unbedingt mein inneres Kind kennenlernen. Das ist das Kind, das ich in meinem Herzen trage. Ich wollte mich also endlich kennenlernen. Ich lernte zuerst, die wesentlichen Dinge des Lebens zu sehen und hörte damit auf, im Aussen nach Veränderung zu suchen. Ich konzentrierte mich viel mehr auf mich, meine Empfindung, meine Intuition, meine Natürlichkeit und einfach viel mehr auf das, was ich für richtig halte und nicht die anderen.

Ich meditierte stundenlang und fühlte mich von Tag zu Tag immer besser in meiner Haut. Wenn ich heute diese Zeilen schreibe, bekomme ich Tränen in den Augen und stelle fest, wie wichtig diese Zeit für mich war. Heute fühle ich mich stark, selbstbewusst und frei. Und ich sch…se auf alles, was die anderen sagen!

Wir brauchen Mut, neue Herausforderungen und sehr viel Zeit zum Reflektieren und über uns selbst nachzudenken. Über sich selbst nachzudenken ist keine seelische Krankheit, sonder der Beginn der menschlichen Reife. Nur wenn du dir Zeit nimmst und über dich selbst nachdenkst, kommst du immer mehr in Kontakt mit dir selbst und kannst die Liebe zu dir selbst entdecken.

Wenn wir das Gefühl haben, dass wir nicht glücklich sind, dann müssen wir etwas ändern und hier beginnt die Arbeit an sich selbst. Doch viele Menschen haben Angst, sich mit sich selbst zu beschäftigen und suchen ihr Glück im Aussen, oder sie lassen sich ständig von unwichtigen Sachen ablenken.

Das Leben funktioniert wie ein Spiegel

Wenn wir lachen, lacht er freundlich zurück, aber wir müssen zuerst lachen. Wir ernten, was wir säen. Wir müssen erst geben und dann nehmen. Das bedeutet, du musst zuerst DAS geben, was auch immer du haben möchtest und du wirst immer mehr davon bekommen. Erwarte nicht, dass etwas zurückkommt, um dich dadurch geliebt zu fühlen, sonst machst du dich abhängig.

Wenn du dich selbst liebst, wirst du automatisch Menschen anziehen, die dich und sich selbst lieben. Das ist das Gesetz der Anziehung. Gleiches zieht Gleiches an. Wenn du geliebt werden möchtest, dann musst du zuerst dich selbst und andere Menschen lieben. Oder helfen, dass andere Menschen mehr Liebe in ihrem Leben bekommen. Wenn du glücklich sein willst, dann musst du andere Menschen glücklich machen. Meiner Meinung nach, gibt es nur eine einzige Person, die dir das Gefühl geben kann, geliebt zu sein und diese Person bist DU selbst.

Erkenne, dass du einzigartig bist – und wenn DU nicht zufrieden bist, dann musst du dir einfach mal Zeit für dich nehmen. Du kannst meditieren, spazieren gehen, ein Buch lesen, ein Seminar besuchen und immer wieder über dich selbst nachdenken. Nur so lernst du dich jeden Tag immer besser kennen.

Viele Menschen denken ständig negativ über sich selbst und wundern sich, warum sie nicht glücklich sind. Sie kennen sich selbst nicht und wissen nicht, wie gut sie eigentlich sind und was sie alles können. Sie vergleichen sich ständig mit anderen und sind deshalb nicht glücklich, weil die anderen immer besser sind. So doof!

Viele Experten bringen uns “positives Denken” bei, aber sie erzählen nur die halbe Wahrheit. Positiv zu denken bringt überhaupt nichts, wenn du beim Denken bleibst. Wenn du positiv denkst, oder mit positiven Affirmationen arbeitest, dann musst du auch positiv handeln!

Hier sind drei Beispiele, damit du verstehst, was ich mit “positiv handeln” meine:

  1. Wenn du dir jeden Morgen vor dem Spiegel sagst: „Ich liebe mich, so wie ich bin!“ dann musst du auch deine Falten im Gesicht akzeptieren und deinen Bauchspeck lieben!

  2. Wenn du meditierst und dir vorstellst, wie du den Stadtlauf gewinnst, dann musst du anschliessend hart trainieren und eine Stunde länger als alle anderen laufen!

  3. Wenn du dich fragst: “was brauche ich jetzt, um glücklich zu sein?”, und die Antwort kommt, dann musst du dich darum kümmern, dass du es auch bekommst (in dein Leben ziehst). Niemand wird kommen und sagen: “Hey, schau mal, was ich da für dich habe.”.

Mache ich Selbstliebe, wenn ich mich sexuell selbstbefriedige?

„Wenn man sich oft sexuell selbstbefriedigt heisst das dann, dass man sich selbst liebt? Dass man Selbstliebe macht?“

Unter Selbstbefriedigung bzw. Masturbation verstehe ich die Stimulation der eigenen Geschlechtsorgane, die in der Regel zum Orgasmus führt. Das ist reine sexuelle Befriedigung und hat für mich nur ganz wenig mit Selbstliebe zu tun. Dabei wird meistens nur die sexuelle Lust befriedigt. Reine Energieverschwendung .. Ups! .. aber das brauchen wir manchmal.

Wenn du dir viel Zeit für dich nimmst und nicht nur deine sexuelle Lust befriedigst, sondern den ganzen Körper mit zärtlichen Berührungen verwöhnst, dann kannst du sagen: “Ich habe Selbstliebe bzw. Liebe mit mir selbst gemacht.”.

Stell dir vor, du hast einen Partner, den du so richtig heiss findest. Würdest du ihn nur sexuell befriedigen und schnell zum Orgasmus bringen, oder lieber Zentimeter für Zentimeter seines männlichen, attraktiven Körpers erkunden, berühren, küssen und liebkosen?

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