Das Sakralchakra gehört zu den Energiezentren in unserem Körper. Es ist das zweite von sieben Hauptchakren und befindet sich eine Handbreit unterhalb des Bauchnabels auf Höhe der Lendenwirbelsäule.

Auf Sanskrit wird es als Svadhisthana bezeichnet, was so viel wie „der eigene Ort“ oder „Wohnung des Selbst“ bedeutet. Als Sexualchakra steht Svadhisthana für das Zentrum unserer Instinkte und unserer Kreativität. Gerät es ausser Balance, kann dies zum Verlust der sexuellen Energie und der Lebenslust führen. Hier erfährst du, wie du dein Sakralchakra wieder aktivieren kannst.

Das Sakralchakra – sexuelle Energie als Lebensenergie

Das zweite Chakra wird dem Gott Vishnu, dem Element Wasser und der Farbe Orange zugeordnet. Es steht für unser Unterbewusstsein, für unsere Instinkte, unsere Emotionen und unser Verlangen. Das schliesst auch das sexuelle Verlangen mit ein.

Svadhisthana bestimmt über deine sexuelle Energie. Diese Energie richtet sich nicht nur auf die Fortpflanzung, sondern auf alle schöpferischen Prozesse, etwa auf das Malen, Kochen, Gärtnern usw.

Die Energie des Svadhisthana treibt ausserdem Veränderungen in deinem Leben an. Weiterhin entscheidet es, wie du dich anderen Menschen gegenüber verhältst und wie viel Nähe und Intimität du zulässt.

Grossen Einfluss auf das Sakralchakra haben Erlebnisse zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr. Während dieser Zeit ist das kindliche Verlangen, die Welt mit allen Sinnen zu erfahren, besonders stark ausgeprägt. Eine weitere wichtige Zeit für die Stärkung des Sexualchakra ist das Teenageralter, in dem sich die sexuelle Identität ausbildet.

Wie du erkennen kannst, ob dein Sakralchakra aus der Balance geraten ist

Menschen mit einem geöffneten Sakralchakra sind voller Lebensenergie. Sie leben ihre Kreativität wie auch ihre Sexualität ungezwungen aus. Frei von Scham geben sie sich gerne dem Genuss hin. Aus der Liebe zum Leben und zum Genuss erwächst eine tiefe Selbstliebe. Befindet sich das Sakralchakra in Balance, nehmen sich Menschen, wie sie sind. Dadurch fällt es ihnen auch leichter, andere Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind.

Bestimmte Erfahrungen können das Svadhisthana blockieren. Blockaden treten zum Beispiel auf, wenn sexuelle, sinnliche und emotionale Erfahrungen fehlen. Wer etwa seine sexuellen Gefühle während der Pubertät unterdrücken musste und Sexualität mit Scham und Schuld in Verbindung bringt, leidet oft unter einer Blockade des Sakralchakras. Auch überwältigende, traumatische Erfahrungen mit Sexualität und Sinnlichkeit können das Sakralchakra blockieren.

Ist dein Sakralchakra aus der Balance geraten, äussert sich das auf seelischer Ebene durch emotionale Instabilität, Ängste und sexuelle Dysfunktion. Du fürchtest dich vor Veränderung, fühlst dich kraftlos und unmotiviert oder du leidest unter Stimmungsschwankungen.

Die sexuelle Lust bleibt aus oder es kommt zu hypersexuellem Verhalten. Du hast Probleme, Intimität zuzulassen oder Schwierigkeiten, zum Orgasmus zu kommen. Menschen mit blockiertem Sakralchakra gehen zudem häufig auf Distanz zu geliebten und vertrauten Personen und verschliessen sich ihrer Umwelt gegenüber.

Auf körperlicher Ebene führt ein blockiertes Sakralchakra zu chronischer Müdigkeit und Potenzstörungen. Da das zweite Chakra mit dem Uterus, der Niere und der Blase in Verbindung steht, können Erkrankungen dieser Organen ebenfalls auf eine Blockade hindeuten. Ein weiteres Anzeichen sind Schmerzen im Bereich der Hüfte und Lendenwirbelsäule.

So kannst du dein Sakralchakra aktivieren und wieder in Balance bringen

Um das Sakralchakra wieder ins Gleichgewicht zu bringen, solltest du dich intensiv mit deinen Gefühlen auseinandersetzen. Betrachte deine Emotionen genau und überlege, an welchen du festhältst. Lässt du diese Emotionen los, lösen sich auch die inneren Blockaden. Liegen der Blockade traumatische Erlebnisse zugrunde, kann eine Therapie hilfreich sein. Chakren-Meditation und positive Affirmationen bringen ebenfalls wieder Balance in deine Energiezentren.

Positive Affirmationen für das Sakralchakra sind beispielsweise:

• Ich erlaube mir Genuss und Sinnlichkeit.
• Ich geniesse meine Sexualität.
• Ich erlaube meinen Gefühlen, durch mich hindurch zu fliessen.
• Ich sehe Schönheit in allem.

Sinnliche Körperarbeit wie Tantramassagen stärken dein Körpergefühl und damit dein Selbstbewusstsein. Weiterhin hat die Ernährung Einfluss auf deine Energiezentren. Dem Sakralchakra ist die Farbe Orange zugeordnet. Positiv wirken sich daher alle orangefarbenen Lebensmittel aus, etwa Orangen, Karotten, Papaya, Kaki, Kürbis, Süsskartoffeln und orange Paprika.

Da das Sakralchakra mit dem Element Wasser in Verbindung steht, solltest du darauf achten, immer genug Wasser zu trinken. Magst du die Arbeit mit Heilsteinen, können Bernstein, Orangenkalzit und Karneol dein Sexualhakra stärken. Einen positiven Einfluss haben auch Räucherstoffe wie Vanille, Rosenholz, Styrax, Benzoe, Myrrhe und Sandelholz.

 

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