Positive Affirmationen für mehr Selbstliebe und ein starkes Selbstbewusstsein.

Kannst du deine Sexualität nicht so frei geniessen, wie du möchtest? Fühlst du dich vielleicht nicht attraktiv genug? Fällt es dir schwer, dich in intimen Momenten fallen zu lassen?

Positive Affirmationen können dir dabei helfen, mehr Selbstbewusstsein aufzubauen und dich selbst wieder lieben zu lernen. Wie das funktioniert, erfährst du in diesem Artikel.

Was sind positive Affirmationen?

Eine positive Affirmation ist nichts anderes als eine positive Autosuggestion, eine bejahende oder zustimmende Aussage dir selbst gegenüber.

Unser Denken, Fühlen und Handeln hängen eng miteinander zusammen. Positive Affirmationen sollen dein Denken beeinflussen und dazu führen, dass du dich besser fühlst: schöner, begehrenswerter, sinnlicher, attraktiver, selbstbewusster…

Verändert sich dein Gefühl für dich selbst zum Positiven, verändert sich auch dein Auftreten und Handeln.

Anders gesagt: Positive Affirmationen geben deinem Unterbewusstsein eine Anleitung, wie du dich selbst sehen und fühlen möchtest.

Häufige Wiederholungen prägen das Unterbewusstsein. Damit sich dein Unterbewusstsein positive Affirmationen gut einprägen kann, ist es wichtig, sie ständig zu wiederholen.

Positive Affirmationen kannst du dir als Leit- oder Glaubenssätze vorstellen, die du dir jeden Tag mehrmals vorsagst – zum Beispiel morgens vor dem Spiegel, beim Meditieren, Spazieren, Joggen, abends beim Zähneputzen, auf der Fahrt zur Arbeit oder zu einem wichtigen Termin.

Negative Glaubenssätze umprogrammieren

Fällt es dir schwer, deine Sexualität auszuleben? Bist du unzufrieden mit deinem Körper und fühlst dich einfach nicht mehr sexy? Hast du Angst, deinem Partner nicht mehr zu gefallen?

Oder du hast Angst, deinen Partner nicht richtig befriedigen zu können und bist deswegen gehemmt. Solche Gedanken und Gefühle hängen meist mit Glaubenssätzen zusammen, die wir alle im Laufe unseres Lebens entwickeln.

Prägend sind vor allem Glaubenssätze aus unserer Kindheit. Bei vielen Menschen, insbesondere bei Frauen, haben sich negative Glaubenssätze festgesetzt: „Sex ist etwas Schlechtes – anständige Mädchen tun so etwas nicht – Selbstbefriedigung ist eklig, das gehört sich nicht – usw“

Negative Glaubenssätze entstehen nicht nur in der Kindheit. Wir sind ständig den Urteilen unserer Umgebung ausgesetzt.

Medien und Werbung vermitteln uns ständig Glaubenssätze wie: „Nur schlanke Menschen sind attraktiv und begehrenswert – kleine Brüste sind nicht sexy – und nur wer Praktik XY beherrscht, ist wirklich gut im Bett!“

Das Unterbewusstsein merkt sich solche Glaubenssätze gut. Im späteren Leben können sich diese Aussagen zu echten Plagegeistern entwickeln. Möchtest du dich fallen lassen, sagt dir eine innere Stimme: „Das darfst du nicht! – das macht man nicht! – deine Brüste sind zu klein! – du bist nicht attraktiv! – du musst zuerst abnehmen!“

Positive Affirmationen können dir dabei helfen, negative Glaubenssätze umzuprogrammieren.

Durch Wiederholung sollen positive Affirmationen die alten, negativen Überzeugungen überschreiben und ersetzen. Schauen wir uns jetzt an, welche Affirmationen es gibt.

Positive Affirmationen haben verschiedene Formen:

Ich-bin-Aussagen: „Ich bin begehrenswert – ich bin eine gute Liebhaberin – ich bin liebenswert“

Handlungsanweisungen: „Ich akzeptiere mich so, wie ich bin – ich lerne, mich zu lieben – ich ignoriere, was andere über mich denken – ich fühle mich jeden Tag ein wenig sinnlicher – ich erlaube mir, meine Sexualität zu leben“

Fragen: „Was macht mich glücklich? – womit fühle ich mich gut? – was schätze ich an mir? – was kann ich gut?“

Positive Affirmationen sind kein (!) Zaubermittel

Wähle dir drei positive Affirmationen aus, sage sie jeden Tag mehrmals vor dich hin und schon bald fühlst du dich schöner und selbstbewusster! – So einfach funktioniert es dann leider doch nicht.

In der Theorie wird Affirmationen eine fast schon magische Kraft zugesprochen. In der Praxis merken allerdings viele Menschen, dass positive Affirmationen doch nicht helfen.

Woran liegt das?

Ganz einfach: Du kannst dir nichts einreden, woran du nicht wirklich glaubst!

Sagst du dir täglich etwas vor, von dem du nicht vollkommen überzeugt bist, führt das zu einem inneren Konflikt.

Sagst du dir etwa jeden Tag „Ich bin begehrenswert“, fühlst dich aber in deinem Körper nicht wohl, meldet sich daraufhin deine innere Stimme und sagt: „Nein, bist du nicht“.

Du hast das Gefühl, dich selbst zu belügen – und fühlst dich dadurch im Endeffekt noch schlechter.

Das heisst: Positive Affirmationen funktionieren nur dann, wenn du das machst, was du sagst.

Wenn du morgens vor dem Spiegel sagst: „Ich sehe heute super aus!“ und du deinen Körper nicht pflegst, dann meldet sich dein Unterbewusstsein und sagt: „Hör auf mich zu verarschen und kümmere dich lieber um deinen Körper!“

Positive Affirmationen müssen zu dir passen

Willst du dich selbst in einem besseren Licht sehen, dich wieder sexy fühlen und Druck von dir abwerfen? Dann brauchst du positive Affirmationen, die zu dir passen und dir glaubwürdig erscheinen. Passende Affirmationen findest du, indem du zunächst deine negativen Glaubenssätze hinterfragst.

» Warum fühlst du dich wenig begehrenswert?

» Warum setzt du dich beim Sex unter Druck?

» Warum glaubst du, schlanker oder fitter sein zu müssen?

Nehmen wir einmal an, du fühlst dich unattraktiv.

Dann kannst du dich einmal fragen, woher dieses Gefühl kommt.

» Magst du deinen Körper nicht?

» Hat dir irgendjemand gesagt, dass du unattraktiv bist?

» Vergleichst du dich mit anderen Menschen?

» Bekommst du weniger Aufmerksamkeit und Komplimente als früher?

Im nächsten Schritt kannst du den negativen Gedanken – „Ich bin unattraktiv“ – in einen positiven Gedanken umprogrammieren.

Überlege dir dafür zunächst, was dir eigentlich an dir gefällt.

» Hast du schöne Hände, magst du deine Füsse oder bist du stolz auf deine gepflegten Haare?

» Welche anderen Qualitäten magst du an dir?

» Hast du vielleicht ein ansteckendes Lachen, schöne Augen?

» Bist du freundlich, geduldig, hilfsbereit, liebevoll, zuverlässig?

Schreib dir auf, was du schön an dir findest und formuliere positive Affirmationen.

» Ich bin zwar kein Top-Modell, aber ich mag meine Beine.

» Mir gefallen meine Augen.

» Ich habe ein tolles Lächeln und bringe andere zum Lachen.

» Ich mag meine Haare.

» Ich finde meine Hände schön.

Möchtest du diese Aussagen mit einer Handlungsaufforderung an dein Unterbewusstsein verbinden, formuliere Affirmationen wie:

» Ich lerne, mich selbst und meinen Körper zu akzeptieren.

» Ich arbeite daran, mich sinnlicher zu fühlen.

» Ich entdecke jeden Tag etwas Neues an mir, das ich mag.

Statt dir kaum zu erreichbare Ideale einzureden, sagst du dir also positive Affirmationen vor, die dir glaubhaft erscheinen und die dein Unterbewusstsein annehmen kann.

Bei den hier genannten Affirmationen handelt es sich natürlich nur um Beispiele.

Du bist einzigartig – und genauso einzigartig und individuell sollten auch deine Affirmationen sein.

Positive Affirmationen können auch dir dabei helfen, ein starkes Selbstbewusstsein aufzubauen und dich selbst zu lieben – so, wie du bist.

Du bist einzigartig!
Valeriu

PS: In diesem Artikel habe ich beschrieben, wie negative Glaubenssätze entstehen und wie du deine Sexualität besser geniessen kannst.

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