Bin ich normal in meiner Sexualität? Die Antwort auf diese Frage – warum ich nichts von Sexstudien halte – und wie du deine Sexualität besser leben und geniessen kannst – erfährst du in diesem Artikel.

Übersicht:

1. Wann beginnt die Sexualität?
2. Bin ich normal in meiner Sexualität?
3. Willst du normal sein oder glücklich?
4. Normen und Verhaltensregeln in der Gesellschaft.
5. Denkmuster und Glaubenssätze in der Sexualität.
6. Wie kann ich meine Sexualität leben und geniessen?
7. Erlaubnis ist ein anderes Wort für Akzeptanz

Wann beginnt die Sexualität?

Sexualität beginnt direkt nach der Geburt und deine Eltern sind die ersten Menschen, die einen Einfluss darauf haben. Nähe, Zärtlichkeit und Körperkontakt sind dabei sehr wichtig.

Die Erfahrungen, die du mit DIR selbst und anderen Menschen machst – und der Einfluss der Gesellschaft – spielen dabei eine sehr wichtige Rolle.

Bin ich normal in meiner Sexualität?

Ist es normal, wie ich meine Sexualität lebe, was ich erlebe, was ich spüre, was ich mache, wie ich es mache, mit wem ich es mache und wie oft ist es mache?

Ist es normal, viel Lust zu haben, keine Lust zu haben, worauf ich Lust habe, worauf ich stehe, einen Fetisch zu haben, mich selbst zu befriedigen?

Ist es normal, jeden Tag Sex zu haben, einmal die Woche Sex zu haben, zweimal im Jahr Sex zu haben, Sex mit einem Fremden, oder in einem Swingerclub zu haben?

Keine Ahnung!

Solche Fragen und die meisten Sexstudien und Statistiken führen dazu, dass du dich im Aussen mit anderen Menschen vergleichst.

Willst du normal sein oder glücklich?

Du bist einzigartig und niemand ist wie du.

Wenn du dich ständig im Aussen vergleichst, verlierst du den Kontakt zu dir selbst.

Versuche den Blick nach Innen – in dich hinein – zu werfen und frage dich:

  1. Was will ich?
  2. Was gefällt mir?
  3. Was brauche ich?
  4. Was möchte ich erleben?
  5. Was macht mich glücklich?
  6. Wie möchte ich mich fühlen?
  7. Wie möchte ich meine Lust leben?
  8. Wie möchte ich meine Sexualität leben?
  9. Welche Wünsche und Bedürfnisse habe ich?
  10. Was will ich sonst noch entdecken und ausprobieren?

Normen und Verhaltensregeln in der Gesellschaft

Wir leben in einer zivilisierten Gesellschaft und müssen einige wichtige und hilfreiche Normen und Verhaltensregeln respektieren.

Wir können nicht überall nackt herumlaufen und Sex haben.

Aber wie wir Sexualität in den eigenen vier Wänden leben, geht niemanden etwas an.

Solange alles freiwillig passiert und niemand einen Schaden davon trägt, kannst du alles machen, was du willst und was dir Spass macht.

Denkmuster und Glaubenssätze in der Sexualität

Alle Informationen, die wir von anderen Menschen im Bezug auf Sexualität bekommen – sowie alle Erfahrungen, die wir selbst machen – haben einen Einfluss auf unsere Sexualität.

Wenn du in einer Familie aufgewachsen bist, in der Sexualität etwas ganz Natürliches war, dann kannst du nur positiv über deine eigene Sexualität denken.

Wenn deine Eltern dir beigebracht haben, dass Sex per se etwas Schlechtes sei, dann wirst du jetzt genau diesen Glaubenssatz haben.

Wie Glaubenssätze entstehen

Ein kleines Mädchen berührt neugierig ihre Vagina. Die Mutter erwischt sie dabei und sagt: “Pfui, das ist eklig, das macht man nicht!”

Das Mädchen schämt sich für ihr Verhalten und glaubt der Mutter – obwohl sie diese Stelle spannend fand – und so entwickelt sie sofort den Glaubenssatz: “Meine Vagina ist eklig, das macht man nicht.”

Häufige Glaubenssätze von Frauen

“Ich bin zu dick – ich bin zu hässlich – meine Brüste sind zu klein – meine Beine sind hässlich – mein Bauch ist zu fett – meine Vagina ist eklig – ich kann keinen Orgasmus bekommen – das ist nicht normal – das macht man nicht“

Wenn du negative Glaubenssätze hast, dann musst du sie umprogrammieren.

Positive Affirmationen können dir dabei helfen, deinen Körper und dich selbst zu lieben.

Wie kann ich meine Sexualität leben und geniessen?

Ich kann dir diese Frage nicht beantworten.

Aber ich kann dir erzählen, wie ich es geschafft habe, keine Angst mehr zu haben, irgendetwas Schlechtes oder Verbotenes zu machen.

Mir wurde von klein auf beigebracht, was ich nicht machen darf.

“Man würde später für seine Fehler von einem bösen Gott verurteilt und bestraft werden.”

Und weil ich ein gutes Kind sein wollte – und später in den Himmel kommen wollte – hielt ich mich an diese Regeln.

Irgendwann hatte ich genug davon und begann, mein Leben so zu leben, wie es mir gefiel.

Ich lernte, an einen Gott zu glauben, der mich liebt und nicht bestraft.

Ich hörte damit auf, mich mit anderen Menschen zu vergleichen und erlaubte mir, ICH selbst zu sein.

Ich begann, mich selbst und meine Sexualität zu entdecken. Siehe Punkt 3

Ich erlaube mir heute, die Erfahrungen zu machen, die mir Spass machen.

Ich erlaube mit, guten Sex zu haben und auch mal über Sex zu reden.

Erlaubnis ist ein anderes Wort für Akzeptanz

Erlaubst du dir, deine Sexualität so zu leben, wie es DIR gefällt?

Diese Erlaubnis hat positive Auswirkungen auf dein Selbstbewusstsein und auf die Erfahrungen, die du in deiner Sexualität machst.

Wenn du deine Sexualität so lebst und geniesst, wie DU es möchtest, bekommst du automatisch ein besseres Selbstwertgefühl.

Du wirst die Erfahrungen machen – die DU möchtest – weil DU es dir wert bist – und nicht weil sie der Norm entsprechen.

Du wirst dich nicht mehr mit anderen Menschen vergleichen.

Du wirst nicht mehr schwarz-weiss denken und über andere Menschen urteilen.

Du wirst deinen Körper nicht mehr kritisieren und dich so lieben, wie DU bist.

Du wirst dich frei, glücklich und einzigartig fühlen.

Nein, es ist nicht einfach!

Dein Verstand wird immer Gründe finden, warum irgendetwas nicht normal ist.

Akzeptiere, dass du nicht immer der Norm entsprechen musst und sei DU selbst.

Schreib mir gerne ein paar Worte, was du darüber denkst.

Sei DU selbst!
Valeriu

PS: hier kannst du lesen, wie positive Affirmationen funktionieren

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